Klaus Ness: „Langfristige Strategien für mehr Lehrer“

19 Jan

Autor: Ludwig - Kategorie: Aktuelles

 

Der Landtagsabgeordnete Klaus Ness hält die Einstellung von 1250 Lehrern in den kommenden fünf Jahren in Brandenburg für notwendig. Er lenkt aber das Augenmerk auf das Problem, dass kaum Lehrer zu bekommen sind. Schon jetzt kommt es in einigen Brandenburger Schulen zu einem nicht akzeptablen Stundenausfall. Neben kurzfristiger Abhilfe braucht es aber auch langfristige Strategien.

Dazu erklärt der Abgeordnete Klaus Ness:

„Am 13. Januar 2010 lud mich die Elternkonferenz des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Königs Wusterhausen ein. Dort herrscht seit Monaten krankheitsbedingter Unterrichtsausfall. Ich werde mich in Gesprächen mit dem Bildungsministerium dafür einsetzen, dass dieses Problem dort bald behoben wird.

Die 1250 Lehrer, die das Land Brandenburg in den kommenden fünf Jahren einstellen wird, werden einen großen Beitrag leisten, dieses Problem, das auch an anderen Schulen insbesondere im Berliner Umland herrscht, zu lösen. Insgesamt wird das Land Brandenburg in den nächsten 10 Jahren in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes nur über einen Einstellungskorridor von 4000 Stellen. Ein knappes Drittel davon wird durch die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages schon in den nächsten 5 Jahren für neue, junge Lehrer reserviert. Damit wird das Schulwesen gegenüber allen anderen Bereichen des Öffentlichen Dienstes privilegiert.

Die Neueinstellungen werden das zahlenmäßige Lehrer-Schüler-Verhältnis auf Landesebene stabilisieren, aber zu Umverteilungen zwischen den Regionen führen. Vor allem Regionen, die einen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen haben, wie die um den neuen Flughafen BBI in Schönefeld, werden profitieren.

Ein großes Problem sehe ich allerdings gegenwärtig noch darin, auch genügend Lehrer mit den richtigen Fächerkombinationen zu finden, die sich bei uns bewerben. Die Lehrerarbeitslosigkeit früherer Jahre hat viele junge Menschen davon abgehalten, ein Lehramtsstudium aufzunehmen. Die Konkurrenz zwischen den Bundesländern um neue Lehrer verschärft die Situation noch. Deshalb werden in Brandenburg – anders als in Berlin – Lehrer verbeamtet. Nötig ist allerdings eine langfristige Strategie, wie wir mehr Abiturienten motivieren, ein Lehramtsstudium aufzunehmen. Ich werde persönlich in Gesprächen mit angehenden Abiturienten in Königs Wusterhausen dafür werben, das Lehramtsstudium als attraktive Berufsperspektive zu erkennen.“